MARAMURES

Lebendige Traditionen in den Dörfern des Maramures

Die prägnante Individualität der Täler in den nordwestlichen Bergen Rumäniens ist legendär. Die Bewohner dieser Gegend sind direkte Nachkommen der Daker. Ihre Unabhängigkeit als Staat erreichte ihren Höhepunkt während der Herrschaft des Decebal, im ersten Jahrhundert n. Chr., vor der römischen Invasion. Es folgten mehrere Invasionswellen der Wandervölker.

Ein einzigartiger Lebensstil

Trotz aller Schwierigkeiten haben die Bewohner ihre Traditionen und Folklore erhalten. Heute können Sie diesen einmaligen Lebensstil dieser Leute erleben. In sehr wenigen anderen Regionen Europas hat sich solch eine volkstümliche Kultur entwickelt.

Traditionelle Kopftücher, die während der Heiligen Messe im Freien getragen werden

Eine Folklore-Erbschaft

Die Landwirtschaft war immer der Grundstein der Existenz der Bergbewohner. Dieses widerspiegelt sich in den Traditionen, in den Festivals, die im April, Mai, August und Dezember stattfinden.

Das Festival im Dezember findet in Sighetu Marmatiei statt und da können Sie Trachten und Masken bewundern.

Sighetu Marmatiei

Sighetu Marmatiei ist eine typische Stadt im Maramures-Gebiet. Sie ist für seine Märkte, Volkstrachten und lebensvollen Atmosphäre bekannt.

Unter den Exponaten des Maramures-Museums gibt es viele Karnevalsmasken. Von hier aus kann man leicht in den Winterkurort Borsa fahren oder in Dörfer wie Bogdan-Voda und Rozavlea, die für ihre Holzarchitektur bekannt sind.

 

 

Kreativität in Holz und Trachten widerspiegelt

Holzschnitzerei ist eine Eigenschaft des Handwerks im Maramures. Als bestes Beispiel sind die Holzkirchen mit hohem Holzdach, einige aus dem 16. Jahrhundert, zu nennen.

Typische Kirche aus der Maramures-Region mit hohem Glockenturm

Sehr entwickelt ist auch die Tradition des Nähens von Trachten. Am Sonntag Nachmittag ziehen die Frauen und Männer diese Trachten an und treffen sich beim Tanz, so wie sie es schon seit Jahrhunderten machen.

Die Frauen tragen farbige Kopftücher, Röcke mit Blumenstickereien und schwarze Jacken aus Schafspelzen. Die Männer tragen schwarze Hosen und weiße Jacken aus Schafspelzen. Es gibt unterschiede in den Trachten von Dorf zu Dorf. Der beste Zeitpunkt diese sehen und bewundern zu können sind die Osterfeiertage.

Ausflüge in den Tälern

Die Stadt Baia Mare befindet sich im Herzen dieser Region. Dank seiner vielen Hotels ist diese Stadt Ausgangspunkt für viele Rundfahrten.

Es lohnt sich einen Ausflug nach Surdesti zu unternehmen, wo sich die höchste Holzkirche in der Region befindet. Ein anderes Ziel wäre Sapanta mit seinem „Heiteren Friedhof".

Der heitere Friedhof in Sapanta - die „Grabsteine" sind in Holz geschnitzt und beschreiben in fröhlichen Versen das Leben des Verstorbenen.